Beifuß
Artemisia vulgaris
Pflanzenfamilie der Asteraceae / Korbblütler
Die leicht behaarten Stengeln und derben, eingeschnittenen Blätter geben dem Beifuß ein wenig das Aussehen von Unkraut, obwohl er eine berühmte Patin hat: Er gehört zur Gattung der Artemisa-Pflanzen, die Ihren Namen von der legendären Artemisis, der Schwester und Gemahlin des griechischen Königs Mausolo erhielten. Sie lebte um 350 v. chr. und interessierte sich besonders für Botanik
Ein altes Heilkraut
Artemisia vulgaris ist nur eine von rund 200
Arten der Gattung Artemisia. Beifuß wurde schon in der Antike
nicht nur als Gewürzpflanze, sondern auch als Heilkraut genutzt.
So wandte der griechische Arzt Dioskurides, der im 1. Jahrhundert
n. Chr. lebte, sie gegen Darmwürmer an.
Sein Zeitgenosse, der lateinische Schriftsteller und
Naturkund1er Plinius der Ältere dagegen behauptete, Wanderer
würden nicht ermüden, wenn sie sich die Pflanze ans Bein
bänden - eine Vermutung, die sich auch in dem deutschen Namen
"Beifuß" widerspiegelt. Die Chinesen
wiederum benutzen noch heute ein zusammengerolltes Beifuß-Blatt
gegen Nasenbluten.
Krautiges Aroma
Der Gemeine Beifuß kommt wild überall in den gemäßigten nördlichen Zonen der Erde vor. Zur Verwendung in der Parfümene wird er dagegen vor allem in Marokko, Algerien, Frankreich und Jugoslawien kultiviert. Aus dem ganzen, getrockneten Kraut gewinnt man durch Wasserdampfdestillation ein hellgelbes bis farbloses Öl, das in Frankreich ,,Essence d'Armoise' heißt. Es riecht anfangs kräftig, kampferartig, grün und leicht bitter. Später bekommt es dann ein krautig-würziges Aroma, das dem Geruch von schwarzem Tee ähnelt.
Die Hauptinhaltsstoffe sind:
a-Thujun, Kampfer, Cineol, d-Hydromatricaria-Ester, Vulgarin,
Psilostachin u.A.
| Herkunft: Frankreich Pflanzenteil: Kraut/Wurzeln Herstellungsart: Wasserdampfdestillation Verpackungseinheit: 10ml |
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Änderung: 28.11.2008
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