
Myrte
Myrtus communis
Pflanzenfamilie: Myrtaceae/Myrtengewächse
| Die Myrte, je nach Art und Standort ein immergrüner,
großer Strauch oder kleiner Baum ist in Nordafrika
beheimatet, von wo aus sie sich über das gesamte
Mittelmeergebiet verbreitete. Die glänzenden, saftiggrünen Blätter tragen viele Öldrüsen, die einen würzig-aromatischen Duft verströmen. Im Frühjahr zeigen sich die strhlendweißen Blüten, die wie Sterne zwischen dem grünen Blattwerk aufleuchten. Im Herbst entstehen aus den Blüten schwarzblaue, gestielte Früchte, die Ähnlichkeit mit Wacholderbeeren haben. In Italien und Griechenland werden sie zu einem Sirup verkocht, der den Kindern bei Husten und Erkältung verabreicht wird. Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation der blühenden Zweigspitzen gewonnen. Myrte "Cineol" riecht angenehm frisch, ein wenig nach Eukalyptus, hat eine blassgelbe Farbe und ist dünnflüssig. Der Chemotyp Myrtenylacetat hat einen deutlich zitronigen Unterton und ist meist rötlich. Hauptbestandteile des Chemotyps "Cineol" sind Pinene, Cineol, Limonene und Terpinene. |
| In der Volksheilkunde wird die schleimlösende und antiseptische Wirkung des Myrtenöls unterstützend bei langwierigen, chronischen Erkrankungen des Brustraumes genutzt. In der Aromatherapie wird der Cineol-Typ empfohlen bei Sinusitis, Bronchitis, Angina, Husten, Mukoviszidose, Schlafstörungen, Leberinsuffizienz, Prostatitis, allergischem Schnufpen, faltiger Haut. Bei fetter und entzündeter Haut, sowie bei Akne wird es mit Hamamelisdestillat oder -tinktur zur Reinigung und als natürliches Deodorant verwendet. In südlichen Ländern ist es als "Engelswasser" (Eau d'Ange) sehr geschätzt. Der Chemotyp Myrtenylacetat wird empfohlen bei Hämorrhoiden, Varizen, Ödemen, Zystitis, Dysmeorrhö, PMS und Distress. |
Bewahren Sie das Öl bitte kühl und dunkel auf.
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| Letzte Änderung: 28.11.2008 |