Ein Hauptnahrungsmittel der Inkas und Azteken stellt hinsichtlich der wertbestimmenden Inhaltsstoffe selbst Vollkornvarianten heimischer Getreidesorten weit in den Schatten.
| Die unscheinbaren Körner beinhalten vor allem jene Inhaltsstoffe, die in der Regel in unseren Breiten zu selten auf dem Speiseplan stehen. Ca. 1/3 mehr Ballaststoffe und Zink im Vergleich zu Vollkornweizen, knapp die doppelte Menge Eisen, außerordentliche Magnesium- und Calciumgehalte, sowie alle essentiellen und bedingt essentiellen Aminosäuren machen Amaranth zu einer wertvollen Bereicherung des abwechslungs- und nährstoffreichen Speiseplans. Amaranth zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Bereits vor Jahrtausenden diente es in Südamerika als wichtigstes Grundnahrungsmittel sowie als Opfergabe für Götter. Lange Zeit galt die Pflanze des Amaranth als heilig. Inkas und Azteken glaubten mit Recht in ihr die Quelle großer Kraft gefunden zu haben. Durch die spanischen Eroberer wurde der Anbau verboten und die Felder vernichtet, um den Eingeborenenstämmen ihren Zusammenhalt, ihre Religion und ihre Energiequelle zu nehmen. |
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Heute wird Amaranth nicht nur in Mexiko sondern auch wieder in anderen armen Bergregionen in Pakistan, Nepal und Indien angebaut um Mangelernährung und Hunger zu bekämpfen. |
Der Protein- und Fettgehalt, sowie die Mineralstoffgehalte sind sehr hoch.
Auch die meist unzureichend zugeführte Aminosäure Lysin ist überdurchschnittlich vorhanden.
Das Fettsäurespektrum weist hohe Anteile an ungesättigten Fettsäuren auf, darunter Linolsäure und Alpha-Linolensäure einer Fettsäure vom wertvollen Omega-3-Typ.
Das in unserer Ernährung unzureichend vorhandene Magnesium erreicht Spitzengehalte. Calciumgehalte wie in Milch und hohe Eisengehalte wie in Hülsenfrüchten oder Ölsamen machen Amaranth zu einem diätetisch vollwertigen Nahrungsmittel auch für Sportler.
Da es sich nicht um Getreide handelt, sind die Körner glutenfrei, und damit für Zöliakiepatienten geeignet.
Auch für Personen mit Neurodermitis hat sich Amaranth als Getreideersatz bewährt.
Amaranthmehl eignet sich nur begrenzt zum Backen, weil das nötige Klebereiweiß für das Backvolumen nicht enthalten ist. Eine Beimischung von Amaranth zu herkömmlichen Brotmehlen bietet jedoch eine wertvolle Ergänzung zur ernährungsphysiologischen Qualität von Brot.
Vielseitig im Geschmack:
Die Körner des Amaranth sind vielseitig verwendbar und entfalten beim Kochen ihren typisch nussigen Geruch.
Viele verschiedene Speisen lassen sich mit den Körnern einfach und schnell zubereiten, beispielsweise Suppen, Gemüsepfannen, Aufläufe und Süßspeisen.
Die Körner können auch geschrotet, gepoppt oder gemahlen werden.
Nährstoffgehalt von Amaranth im Vergleich mit anderem Getreide:
| je100gr | Eiweiß(g) | Fett(g) | Kohlehydr.(g) | kcal | Calcium(mg) | Kalium(mg) | Magnesium(mg) | Eisen(mg) | Zink(mg) | Vit.B1(mg) | Vit.B2(mg) | Vit.C(mg) | Vit.E(mg) |
| Amaranth | 14,6 | 8,8 | 56,8 | 365 | 214 | 484 | 308 | 9 | 3,7 | 0,8 | 0,19 | 4,2 | n.a. |
| Quinoa | 15,2 | 5,0 | 60 | 350 | 51 | 710 | 240 | 10,8 | 4,3 | 0,28 | 0,35 | 4,4 | 4,7 |
| Weizen | 11,7 | 2,0 | 59 | 309 | 45 | 783 | 144 | 4,5 | 1,3 | 0,48 | 0,14 | - | 3,2 |
| Mais | 9,2 | 3,8 | 65 | 338 | 63 | 396 | 126 | 1,9 | - | 0,36 | 0,20 | - | 0,5 |
| Hafer | 12,6 | 7,1 | 61 | 359 | 80 | 355 | 129 | 5,8 | 4,5 | 0,52 | 0,17 | - | 1,1 |
| Reis | 7,4 | 2,2 | 75 | 353 | 25 | 191 | 157 | 3,3 | 4,6 | 0,32 | 0,05 | - | 0,7 |
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