Amaranth - ein wertvolles Nahrungsmittel

Dinkel

Triticum aestivum ssp. spelta


Dinkel war schon vor 15.000 Jahren als Kulturpflanze im südwestlichen Teil Asiens bekannt.
In der Jungsteinzeit wurde Dinkel in Mittel- und Nordeuropa (vor allem im Alpenraum) angebaut, was archäologische Funde beweisen.
Ab 1700 v. Chr. kam er in der heutigen Deutschschweiz vor. Im 18. Jahrhundert war Dinkel ein wichtiges Handelsgetreide.
Wanderer nahmen ihn als haltbare Frucht überallhin mit, daher ist er heute weltweit verbreitet.
Aus früheren Zeiten stammt die Tradition (wohl ausgelöst durch mehrere Missernten hintereinander), dass ein Teil des Dinkels schon vor der eigentlichen Reife (noch grün) geerntet wurde, um wenigstens über den Winter zu kommen. Dieses unreife Getreide war aber nicht lagerfähig, deshalb wurde es gedarrt, (getrocknet) wurde. Dieses Grünkern genannte Getreide ist aber nicht backfähig. Es wird zu Suppen oder Grünkernküchle verarbeitet.

Im 20. Jahrhundert verringerte sich der Anbau, da er im Vergleich zu Weizen schlechtere Ernteerträge erbrachte. Außerdem ist das Spelzgetreide schlecht zu verarbeiten und backtechnisch nicht einfach zu handhaben.
In neuerer Zeit erlebt dieses Getreide wieder eine Renaissance, insbesondere im Biobereich, wohl auch, weil es von vielen Allergikern geschätzt wird. Insbesondere bei Baby- und Kindernahrung bildet Dinkel mittlerweile eine beliebte Alternative zu Weizen.

Ertragsmäßig bleibt der Dinkel zwar hinter dem Weizen zurück, er verträgt jedoch wesentlich raueres Klima und ist resistenter gegen Krankheiten.
Typische Anbaugebiete in Deutschland sind Baden-Württemberg mit den Sorten: Bauländer Spelz, Schwabenkorn,
die Schweiz (Oberkulmer Rotkorn, Ostro), Belgien (Rouquin) und Finnland (Speltti).

Im Unterschied zum Weizen ist das Dinkelkorn fest mit den Spelzen verwachsen (wie etwa auch Gerste), dadurch ist es zwar besser geschützt, die Verarbeitung erfordert aber einen zusätzlichen Verarbeitungsschritt – es muss entspelzt (geröllt) werden.

Auch wird ihm eine größere gesundheitliche Verträglichkeit zugeschrieben.
Menschen, die allergisch auf Weizen reagieren, können versuchen, Weizen durch Dinkel zu ersetzen.
Wegen der nahen Verwandtschaft zum Weizen sind hier aber Bedenken angebracht.
Nicht zu verwechseln ist die Weizenallergie mit der Zöliakie!
Dinkel ist nicht glutenfrei und daher nicht für die Ernährung bei Zöliakie geeignet.
Dinkelmehl kann zwar einen höheren Klebergehalt besitzen als Weizenmehl , seine Backfähigkeit ist jedoch nicht so gut als die von reinem Weizenmehl.

Nährstoffgehalt von Dinkel im Vergleich mit anderem Getreide:

je100gr Eiweiß(g) Fett(g) Kohlehydr.(g) kcal Calcium(mg) Kalium(mg) Magnesium(mg) Eisen(mg) Zink(mg) Vit.B1(mg) Vit.B2(mg) Vit.C(mg) Vit.E(mg)
Amaranth 14,6 8,8 56,8 365 214 484 308 9 3,7 0,8 0,19 n.a. n.a.
Quinoa 15,2 5,0 60 350 51 710 240 10,8 4,3 0,28 0,35 4,4 4,7
Weizen 11,7 2,0 59 309 45 783 144 4,5 1,3 0,48 0,14 - 3,2
Mais 9,2 3,8 65 338 63 396 126 1,9 - 0,36 0,20 - 0,5
Hafer 12,6 7,1 61 359 80 355 129 5,8 4,5 0,52 0,17 - 1,1
Dinkel 11,6 2,7 62,4 320 22 447 130 4,2 n.a. 0,3 0,1 - 0,3

Viele gute Rezepte finden Sie im Internet.

Sie finden den Dinkelmehl in unseren Seiten unter Nahrungsergänzungsmitteln.


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Letzte Änderung:  18.09.2010