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Politiker warnen vor Handy-Gefahren
Hamburg gau/shö - Gesundheitspolitiker von SPD und FDP haben
mit großer Besorgnis auf eine Studie des britischen
Gesundheitsministeriums über die Gefahren von Mobiltelefonen
reagiert.
"Wir müssen das aufgreifen", forderte der FDP-Obmann
im Gesundheitsausschuss, Detlef Parr gegenüber WELT am SONNTAG.
Das britische Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die von Handys
ausgesandten Strahlen zu einer Erwärmung des Gehirns führen
können. Handys müssten deshalb ähnlich wie Zigaretten mit
Gesundheitswarnungen versehen werden.
Die FDP werde die Sicherheit von Mobiltelefonen im
Gesundheitsausschuss zur Sprache bringen und auf eine Expertise
des Büros für Technikfolgenschätzung dringen, kündigte Parr
an. Sollten sich die britischen Ergebnisse dabei bestätigen,
müssten die Handy-Hersteller verpflichtet werden, die
Verbraucher "besser über die Gefahren zu informieren".
Dies könne auch in Form von Warnhinweisen auf den Geräten
erfolgen. Derzeit benutzen in Deutschland bereits 23,3 Millionen
Menschen Mobiltelefone.
Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Gurdrun
Schaich-Walch, kündigte an, sie werde sich dafür einsetzen,
dass der Bericht der britischen Kommision im Gesundheitsausschuss
vorgetragen werde. "Warnhinweise dienen aber eher der
Beruhigung des Gewissens", sagte Schaich-Walch.
Gegebenenfalls müssten Forschungsmittel eingesetzt werden, um
andere Lösungen zu erarbeiten.
Welt am Sonntag, 05/2000
Gehirntumor - Patient verklagt Handy-Hersteller
Ob seine Klage Erfolg hat? Vor zwei Jahren erkrankte
Neurologe Dr. Chris Newman (41) aus Baltimore an einem
bösartigen Gehirn-Tumor hinter seinem rechten Ohr. Seine
Anwältin:
"Wir glauben, dass das Handy schuld war, das er jahrelang
benutzte, um jederzeit für seine Patienten erreichbar zu
sein." Newman verklagte nun die Firmen Motorola und Verizon
Communications auf 1,7 Milliarden Mark.
BILD 4. August 2000
Handyhersteller müssen künftig genau über die elektromagnetische Strahlung der Mobiltelefone informieren
In den U.S.A. müssen Handyhersteller den Konsumenten künftig genau über die elektromagnetische Strahlung der Mobiltelefone informieren. Aus den U.S.A. berichtet für Ö3 Peter Fritz: Die Lobby der amerikanischen Handy-Industrie hatte sich lange gegen diesen Schritt gewandt, aber jetzt hat sie eine überraschende Kehrtwendung vollzogen. Alle Hersteller, die ihre Handys von dieser Organisation empfehlen lassen wollen, müssen künftig angeben, wie wieviel elektromagnetische Strahlung ihre Handys in den Kopf des Benutzers schicken. Zwar ist derzeit nicht geplant, die Angaben außen auf die Fabriksverpackung der Handys aufzudrucken, in den Bedienungs-anleitungen soll der Strahlungswert aber jedenfalls erwähnt werden. Zuletzt hatten britische Wissenschaftler eine Vergleichsmöglichkeit der Strahlung von Handy gefordert. Sie hatten dazu geraten, Kinder nicht all zu lange mit Handy telefonieren zu lassen. Zwar gebe es keinen Beweis für die Schädlichkeit der Handystrahlung, aber die Gehirne von Kindern seien empfindlicher und daher sei größerer Vorsicht angebracht, hieß es in der Studie.
Beitrag von Radio Ö3 am 18.07.00 in den Weltnachrichten um
8:00 Uhr
*Wissenswertes über den SMOGSTOP-Chip
*Untersuchungsergebnisse des Instituts für Biosensorik und bioenergetische Umweltforschung/Graz